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Chronik Wustrow

 

  • 1170    Ersterwähnung in der Gründungsurkunde des Prämonstratenserstiftes Broda als „Wustrowe, castrum cum villa“ ( Burg und Ortslage)
  • 13. Jh.   Mit der Übertragung der westeuropäischen Kultur auf das Kolonisationsgebiet kommt es zum Niedergang der spätslawischen Siedlungszentren. Das Land Wustrow wird Teil der Vogtei Penzlin, wo man in der Burg den Verwaltungssitz einrichtet. Die Länder Stargard und Beseritz bilden die Vogtei Stargard.
  • 1798    Georg Ferdinand Maltzahn erbt Alt Rehse und Wustrow

  • 18-19. Jh.    Mit zwei Ziegeleien, einer Mühle mit Gastwirtschaft, einer Glashütte und einer Kerzenfabrik ist Wustrow ein bedeutender vorindustrieller Manufakturstandort

  • 1816   Ferdinand von Maltzahn verkündet für seine Güter, zu denen auch Wustrow gehört, die Aufhebung der Leibeigenschaft.

  • 1839   In Wustrow leben 67 erwachsene Einwohner und 38 Kinder

  • 1886   Bau eines Kanals von der Ziegelei zum Tollensesee für den Transport der Backsteine. Bei den Arbeiten wird eine slawische Brücke angeschnitten, die zur Fischerinsel führt.

  • 1904 bis 1908    Die Fischerinsel und der unmittelbare Seegrund werden von Heimatforschern nach Spuren der slawischen Besiedlung abgesucht. Hintergrund dafür ist die Suche nach „Rethra“.

  • 1959    Die LPG „ Frohe Zukunft“ Wustrow  wird an die LPG „ Morgenrot“ Alt Rehse angeschlossen

  • 1969      Wegen der hervorragenden Befundlage im Feuchtmilieu der Insel übernimmt das Zentralinstitut für Alte Geschichte in Berlin zusammen mit dem Museum für Ur- und Frühgeschichte Schwerin die Ausgrabungsleitung. Höhepunkt der Untersuchung ist der Fund des doppelköpfigen, männlichen Holzidols, das nach wie vor einzigartig in Ostdeutschland ist.

  • 1973  Auf Beschluss des Rates des Bezirkes wird Wustrow ein Naherholungszentrum. Es entstehen ein Badestrand und ca. 200 Bungalows bei Wustrow.

  • 1974-77  Ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und Mitarbeiter des Neubrandenburger Museums führen auf dem Inselkern und im Uferbereich Untersuchungen durch. Die bis zu diesem Zeitpunkt auf der Fischerinsel gewonnenen Ausgrabungsergebnisse, erhellen im erheblichen Maße die slawische Besiedlungsgeschichte am Tollensesee.

  • 1981      In Wustrow leben 33 Einwohner.         

  • ab 1990      In Wustrow werden wieder Wohnhäuser gebaut bzw. die vorhandenen umfassend saniert 

  • 2008 Alt Rehse und Wustrow werden Ortsteile der Kleinstadt Penzlin      

 

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