unsere Kirche
Die Kirche lädt auch Sie zu einem Moment der Stille und zu einem Gebet ein.
Peter M. Seiler und Rudolf Krug ©
Unsere Dorfkirche ist der Versammlungsraum der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Alt Rehse als Filialdorf der Kirchgemeinde Wulkenzin-Weitin. Hier feiert die Gemeinde ihre Gottesdienste. Menschen hören auf die Botschaft des Evangeliums und erfahren darin Gottes Zuspruch.
Lieber Kirchenbesucher
Wir möchten Ihnen eine Hilfe geben , damit Sie die Kirche , den Ort, die Geschichte und unsere kirchliche Situation besser verstehen können.
Die Kirche
Vier Dinge, die Sie in jeder Kirche finden, können Sie auch hier entdecken. Den Altar, meistens im Osten der Kirche (weil gegen Jerusalem gelegen), die Kanzel, die Taufe und die Kirchbänke als Versammlungsort der Gemeinde.
Die Kirchen in Alt Rehse (die jetzige ist die 5. oder 6. seit der Reformation an dieser Stelle) haben selten lange gestanden. Niemals durch Kriegseinwirkungen zerstört, sind sie abgebrannt, eingefallen oder wurden abgerissen wie 1889 der Vorgängerbau. Der häufige bauliche Verfall Alt Rehser Kirchen spricht dafür, dass hier keine sonderlich qulifizierten Bauleute am Werk waren. Vorgängerkirchen, meistens Fachwerkkirchen, wurden bereits 1661 und weiter 1716 erwähnt. Diese wurden jedoch bereits damals als desolat bezeichnet.
Keine Vorgängerkirche aber war so schön wie diese heutige Feldsteinkirche. Alle haben sie auch in der Mitte des Dorfteiches gestanden.
Klein und unbedeutend wird das Dorf Alt Rehse 1594 Pfarrort mit den Filialdörfern Mallin, Krukow und dem eingepfarrten Dorf Wustrow mit großer slawischer Vergangenheit. Neben Alt Rehse sind Wulkenzin, Weitin, Breesen und Mölln ebenfalls Pfarrdörfer. Im Jahr 1594 zieht der erste evangelische Pfarrer, Adam Friedrich, nach Alt Rehse und damit dreißig Jahre nach Einführung der Reformation auch sie in Alt Rehse Einzug. Von 1877-1910 lebte der Pastor Alfred Lucius in Alt Rehse. Er zwang Lehngutsherrn Herrman Merker zum Neubau unserer Kirche . Von 1889 bis 1893 wurde sie als Neugotischer Bau aus Feldsteinen und Ziegeln erbaut. Die Kirchweihe fand am 1.Advent des Jahres 1893 statt. Wenn Sie in unser Alt Rehser Dorfkirchlein eintreten, sehen Sie die Patronatsloge rechts neben dem Altar. So wurden die Sitzplätze beim Gottesdienst für den Kirchenpatron genannt. Über sie erkennen Sie Empore, die bei vielen Kirchen als Aufstellungsort für die Orgeln dient. Eine Orgel hat es leider nie in Alt Rehse gegeben. Unter der Empore ist die Winterkirche eingebaut. Den Abschluss des Kirchenraumes nach oben bildet eine flache Holzbalkendecke, da wo man in anderen Kirchen große Gewölbe findet. Die gesamte Innenausstattung stammt aus der Erbauungszeit. Ein Dutzend sakraler Kunstwerke, die am Ende des II.Weltkrieges teilweise entwendet worden sind, stammen aus der Zeit des 30jährigen Krieges.
Während des III. Reiches wurde die Klinkerwand vor die geweißten Wände vorgemauert. Zwei Thesen könnten hier vordergründig eine Rolle gespielt haben: Die Kirche steht auf einer Wasserader, die den Ort durchzieht, deren aufsteigende Feuchtigkeit immer wieder die ursprüngliche Putzwand fleckig werden ließ oder aber die Kirche sollte in eien nationalsozialistische Weihehalle umfunktioniert werden.
Der Altar
Die Kirche hat ein modernes Altarbild, welches einem Prinzip der Gotik folgend, in einer Lichtvertikalen den Weg des Lichtes von der dunklen Erdenschwere hin zum lichtdurchfluteten Himmel verdeutlicht.Die Symbole darin stellen die Dreieinigkeit Gottes dar. Dieses Altarbild wurde von der Künstlerin Christiane Krug zusammem mit dem damaligen Pastor gemalt. Die Glocken
Im Turm mit seinem Pyramidenhelm hängen zwei Glocken, die aus früheren Kirchen stammen. Die ältere Glocke stammt aus dem Ende des 16.Jh. und wurde von dem Neubrandenburger Glockengießermeister Joachim Grützmacher gegossen. Sein Gießerzeichen befindet sich auf der kleinen Glocke. Die große Eisenglocke stammt aus dem Jahre 1791.