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Oberfläche: 17 km²
Länge: 11 km
Breite: 2,5 km
max. Tiefe: 34 m
mittl. Tiefe: 20 m
Sommer
Sichtweite: 3-5 m
Winter
Sichtweite: 4-6 m

  Linienschiff der Neubrandenburer Stadtwerke 
Fahrgastschiff  Mudder Schulten

rund um den Tollensesee

Die mecklenburgische Landschaft ist geprägt von mehr als 1000 Seen. Einer der schönsten von ihnen ist der 17 Quadratkilometer große Tollensesee. Er befindet sich im Osten Mecklenburgs und ist das "grüne Herz" der am Nordufer gelegenen Stadt Neubrandenburg. Sein Name leitet sich von dem Slawischen "dolenzia" (das bedeutet Niederung) ab.
Das Tollensetal mit dem Tollensesee entstand in der letzten Eiszeit. Durch Gletscherwanderung und Schmelze wurden die Talform des Tollensetales geprägt und der Tollensesee sowie die Tollense gebildet. Nördlich des Tollensesees verlandete das Tal im Verlauf des Holozäns und wurde zum Niedermoor ("Tollensewiesen"). Größtenteils wird der See über- und unterirdisch vom Ostufer her gespeist.
Sein Fischreichtum zog seit vielen Jahrhunderten die Slawischen Stämme an, um sich an diesem See niederzulassen. Auch Ritter Herbort von Raven fand 1248 am Nordufer einen perfekten Standort für sein "Neues Brandenburg". Die Fischerei war neben dem Ackerbau eine Hauptnahrungsquelle der Neubrandenburger. Ein besonderer Leckerbissen war seit jeher der Aal, der vor allem im 13. Jahrhundert in der Fastenzeit ein bevorzugter "Ratsfisch" war.
 



Alt Rehse nun auch per Schiff erreichbar

Am 7. Mai 2011 wurde der neue Schiffsanleger am Tollensesee in Alt Rehse offiziell mit
einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Von Klein Nemerow kommend brachte an diesem
Tag das Linienschiff „Rethra“ eine Gruppe Wanderfreunde aus Neubrandenburg. Die
Begrüßung fand durch Herrn Wallner vom Lebenspark und Herrn Flechner als Penzliner
Bürgermeister statt.
Rund 30 000 Radler fahren jährlich durch Alt Rehse. Der neue Schiffsanleger wird dem
Penzliner Ortsteil sicherlich noch mehr Gäste bescheren. Mit der Anbindung von Alt Rehse
an den Linienverkehr auf dem Tollensesee ist die Attraktivität der Gemeinde aber auch des
Parks enorm gestiegen. Auch den Alt Rehsern bietet sich nun die Gelegenheit einen ganz
anderen Weg zum Beispiel nach Neubrandenburg zu nehmen.
Herr Wallner vom Lebenspark übernahm dann alle Gäste aus Neubrandenburg und Alt Rehse,
um sie durch den Park bis hinauf zum Gutshaus zu begleiten.








Die Torpedoversuchsanstalt (TVA)

Geschichte:
In der Zeit nach der Machtergreifung Hitlers erlebte die Aufrüstung vor allem in Neubrandenburg eine gewaltige Zunahme. Es wurden die heutige Tollensekaserne, die Luftwaffenkaserne "Fliegerhorst Trollenhagen", einige Arbeits- und Konzentrationslager und nicht zuletzt die "Mechanischen Werkstätten Neubrandenburg" errichtet. Zur Stärkung der Deutschen U-Bootflotte begann man außerdem zahlreiche Torpedotests durchzuführen. Zu diesem Zweck wurde 1942 ein für damalige Zustände recht eindrucksvolles Bauwerk errichtet - die Torpedoversuchsanstalt (TVA). Der Bau begann mit der Errichtung einer künstlichen Insel in Spundbauweise. Darauf wurde dann die mehrstöckige Kommandozentrale für den Abschuss und die Überwachung der Torpedotests erbaut. Da Krieg herrschte, unterlag dieses Projekt strengster Geheimhaltung und die Insel war Sperrzone. Errichtet wurde der Bau größtenteils durch Kriegsgefangene, die total von der Außenwelt abgeschottet waren. Als Zielobjekt für die Torpedotests wurde die "Lumme", ein kleineres Schiff, genutzt. Selbstverständlich waren die Testtorpedos entschärft und mit einem rot-weißen Farbanstrich gekennzeichnet. Hauptsächlich wurden Torpedos vom Typ G7a und G7e getestet. Nach 1945 wurde das Bauwerk gesprengt und eine grüne Insel im nördlichen Teil des Tollensesees (“Die Trümmer”) ist übrig geblieben.

 

 

                  

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